„Ja, Miss Coppola?“ Francois setzte der Situation zum Trotz sein gewinnendstes Lächeln auf.
„Ich… also… die Sahne.. nein, ist schon gut!“ Sofia schloss eilig die Tür hinter sich. Francois wandte sich wieder der mit ihrer Fassung ringenden Leni zu. „Mein größter Fang… Ich wollte ihn noch montieren lassen. Tja, das wird wohl nichts mehr.“ Leni schluckte, ihr Blick wanderte von dem am Tisch liegenden Fisch über seine Hand zurück zu Francois selbst.
Schließlich platze es atemlos aus ihr heraus: „Mr. Truffaut!! Sie sind der größte Held, den ich kenne!!“
Noch ehe er antworten konnte, löste Francois sich auf und hinterließ nichts als einen leeren Stuhl, eine verstörte Klientin und eine tote Tarantel.
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Hans-Dieter rotierte endlos um jede erdenkliche Achse, während er mit irrwitziger Geschwindigkeit eine Art bunten Lichtstrudel durchflog.
Die unkontrollierbare Situation behagte dem stolzen Znork wenig.
Und zu allem Überfluss begann jetzt auch noch sein Sekundärkopf zu jucken.
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Joseph Jonathan Multiplex XVII beobachtete weiterhin düster die Szenerie im Trümmergürtel. „Hausarrest ist Kacke“, murmelte er bitter.
Erst als er das verräterische Summen einer Fliege hinter seinem rechten Ohr vernahm, verbesserte sich Josephs Stimmung schlagartig. Während er äußerlich komplett ruhig blieb, spannten sich in ihm sämtliche relevanten Muskeln unmittelbar und synchronisiert an. Mit einer blitzschnellen Bewegung, die man seinem pummeligen Körper kaum zugetraut, hätte fischte er die Fliege aus der Luft – und zerquetschte sie genüsslich zwischen Daumen und Zeigefinger.
„Bravo, Spacecowboy Joe“, kommentierte der Computer vorprogrammiert.
Natürlich gab es auf der „True Love II“ normalerweise keine Fliegen, dafür sorgten schon die Hygienefilter und Scharen von Kammerjäger-Bots. Aber Joseph züchtete sie in seinem Zimmer in einer Art Terrarium selbst. In unregelmäßigen Abständen entließ der Computer eine der Fliegen in den Raum.
Nachdem er seine Jagdbeute an der Hose abgewischt hatte, wandte Joseph sich wieder den Geschehnissen außerhalb des Wohnraumschiffes zu. Neidisch beobachtet er José, Beppo und Joschi, die mit ihren Raumkapseln draußen herumzischten. Aber… was war das? Ein Rendez-vous-Kurs!?
„Computer – Funkverkehr scannen! Schnell! Wo wollen sich die drei treffen!?“
Josephs selbst umprogrammierter Schulcomputer reagierte prompt.
„Funkverkehr gehackt. Treffpunkt zum Austausch von Mars-Ball-Klebebildern beim alten Apollo 27 Wrack.“
Joseph konnte sein Glück kaum fassen! Das alte Apollo-Wrack! Großartig! Er tippte rasch ein paar Befehle auf sein Multifunktionsarmband. Dann hieß es nur noch abwarten…
Joschi, der Kuhirte des Kosmos, erreichte das ausgehöhlte Raumfahrzeug als erster. Nach ihm dockte Beppo, il Pastore dello Spazio an. 10 Sekunden später war auch José, el Gaucho del Universo eingetroffen.
„Geronimo!“ Joseph zündete den thermonuklearen Sprengsatz.
Die von ihm versteckte Bombe detonierte mit voller Wucht. Der Feuerball war auch ohne Fenstervergrößerung weithin sichtbar. Befriedigt sah Joseph zu, wie das Wrack und die drei Raumkapseln in Fetzen flogen. Die Körper seiner Spielkameraden konnte er nicht erkennen.
Joseph fragte sich, mit mäßigem Interesse, ob die automatischen Schutzschilder ihrer Raumanzüge wohl noch rechtzeitig angesprungen waren…