26./27. Woche (23.10.-5.11.2009)

Vermutlich hatte die stark gebaute Puffmutter Heike ihn aus Hot Patootie raus und in den Sumpf rein expediert. Oder vielleicht doch dieser Eunuch?

Zeus konnte sich nicht mehr so recht erinnern. Die vielen abgefahrenen Bräute aller erdenklichen Lebensformen hatten ihn verwirrt. Nicht, dass er in seinen besten Zeiten nicht alles gepoppt hätte, was nicht bei drei auf den Bäumen war, Nymphen, diverse Halbwesen…

Und auch er selbst war ja flexibel, mal Stier, mal Schwan, mal Regen… Aber im Patootie-Puff gab es schon die irrsten Weiber. Jedenfalls hoffte Zeus, dass es sich wenigstens in den meisten Fällen um weibliche Wesen gehandelt hatte.

- – -

Hans-Dieter war frustriert.

Er irrte nunmehr sicher schon eine Stunde durch dieses Labyrinth aus Spiegeln. Einige hatte er eingeschlagen, bis er bemerkte, dass es sich eigentlich um Türen handelte, die sich auch mit einem leichten Druck öffnen ließen.

Hinter den Türen befanden sich kleine Räume mit niedrigen, unterschiedlich geformten Wasserstellen. Nun, immerhin würde er nicht verdursten. Er nahm vorsorglich einen Schluck aus einer nahegelegenen Schüssel.

Nein, er musste planvoller vorgehen. Hans-Dieter nahm die traditionelle Meditationshaltung ein.

Vorsichtig ging er in den Doppel-Kopfstand, den noch immer juckenden Sekundärkopf mit dem Aahw abstützend, und grätschte die Beine in der Luft.

Sofort kehrte tiefe innere Ruhe in Hans-Dieter ein. Schritt für Schritt verdeutlichte er sich innerlich seine bisherige Route durch das Labyrinth. Nach und nach fügte sich ein Bild in seinem Geist zusammen. Die Wege waren offenbar alle rechtwinkelig angelegt! Abstoßend für einen Znork! Dennoch, der geistige Lageplan wies Hans-Dieter eindeutig zum einzigen möglichen Ausgang! Er beendete die Meditations-Grätsche.

Wieder auf den Beinen machte er sich umgehend auf den Weg, zuversichtlich und zufrieden.

Bis auf dieses lästige Jucken am Sekundärkopf.

- – -

Leicht illuminiert und guter Dinge verließ Susanne Srp die Bar und nahm es daher auch eher gelassen hin, als ein gutaussehender, muskulöser Mann nur mit einer Toga bekleidet unmittelbar vor ihr auf der nächtlichen Straße materialisierte.

In der Hand hielt er ein seltsames gusseisernes Ding. Der Mann schien kurz etwas orientierungslos, kam dann aber mit einem breiten, gewinnenden Lächeln auf sie zu.

“Ich gebiete dir Grüße, süße Schnecke. Ich bin Zeus. Mein Ziel ist Vergnügen und Entspannung. Was geht ab hier?”

Susanne starrte ihn an.

Sie ließ den Abend noch mal Revue passieren. Zuerst wurde sie von einem nach Moder (und einer Prise Ingwer) stinkenden Monster attackiert. Danach war sie von einer Ninja-Frau mit tiefem Dialekt samt einer sprechenden Armbrust gerettet worden. Die sich beide sodann in Luft auflösten. Und jetzt stand ein altgriechischer Hühne mit heftigen Anflügen von Teenagerslang vor ihr und wollte Spaß. Susanne Srp zögerte kurz.

About these ads

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Wochenzusammenfassung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s